Mehr als die Vergangenheit interessiert uns die Zukunft, denn in ihr gedenken wir zu leben.“

...frei nach...

 

"ALBERT EINSTEIN"

 

SPANIEN…..Überwinterung im Wohnmobil…..

10. Okt. 2016 bis 10. Jan. 2017….

 

Monat Oktober 2016…

 

Text und Fotos: Kalle Meyer

Fotos: Anne Büürma

 

 

Prolog

 

Wer jemals eine lange Reise geplant hat, weiß wie umfangreich die Vorbereitungen sein können. Dabei meinen wir nicht die unmittelbaren mit der eigentlichen Reise notwendigen Dinge. Sie sind uns seit langem schon in Fleisch und Blut übergegangen. Nein, es gibt viele Dinge im Voraus zu regeln, zum Beispiel die Sache mit dem Haus und dessen Bewachung, dem Grundstück und dessen Pflege, dem PKW der zu Hause bleibt und so weiter. Ganz wichtig sind auch notwendige Arztbesuche und die Versorgung mit Medikamenten für eine lange Zeit. Nach Möglichkeit wollen wir während der langen Überwinterungszeit keinen Arzt in Anspruch nehmen müssen. Im Notfall kann das anders werden, doch für das finanzielle Risiko sind wir ab Reisebeginn ebenfalls entsprechend abgesichert.

 

Die Hauptlast der sonstigen Vorbereitungen trägt Anne. Als Stichwort seien nur die KLAMOTTEN genannt. Einige leckere „Schweinereien“ wurden ebenfalls von Anne vorbereitet und wandern als eigene TK-Ware in unseren Tiefkühlschrank. Was dann noch fehlt kaufen wir natürlich auf der Reise. Das ist in SPANIEN eh billiger.

 

 

 

Montag, 10. Okt. 2016

Kilometerstand 50444

 

Um genau 8:30 Uhr war es endlich soweit. Unsere Tour ging los. Zunächst noch kurz zu dem Wohnmobilhändler unseres Vertrauens, zu PALMO nach BIELEFELD. Die Dichtigkeitsprüfung wurde schnell und kompetent erledigt, danach ging es gleich weiter in Richtung SPANIEN. Doch vorher hatten wir uns AACHEN als Ziel ausgewählt.

 

Die Anfahrt über die Autobahn dauerte dann doch länger als geplant. Bei einem Unfall mit einem LKW flog offensichtlich die gesamte Ladung auf die Straße. Ein 38 Tonner voller Haarspraydosen. Man stelle sich das Chaos vor. Die gesamte Autobahn wurde gesperrt und na klar, die Umleitungsstrecken waren hoffnungslos verstopft.

 

Gegen 16:30 Uhr haben wir es geschafft und standen auf dem vorzüglichen Stellplatz der Stadt AACHEN.

Ein ausgiebiger Spaziergang folgte und morgen werden wir dann AACHEN näher erkunden.

 

 

 

Dienstag, 11. Okt. 2016

Kilometerstand 50444  

 

Dem Tag sollte heute ein Motto voran gestellt werden: „Kalle der Spätere“ nebst Gattin zu Besuch bei „Karl dem Großen“.

So war es dann auch. Noch bei leichtem Nebel machten wir uns auf, dem großen Namensvetter die Ehre zu erweisen.

 

Die Grundzüge seines Domes reichen nun schon 1200 Jahre zurück. Der Aachener Dom ist eines der berühmtesten Baudenkmäler abendländischer Baukunst. Mehr als 30 deutsche Könige wurden hier gekrönt, ist sie doch auch die Begräbnisstätte Karls des Großen. Bereits 1978 wurde der Dom als erstes deutsches Bauwerk in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

 

Beeindruckt waren wir von der Dom-Schatzkammer. Sie gilt nicht zu Unrecht als die bedeutendste Sammlung kirchlicher Kunst nördlich der Alpen.

 

Fast den ganzen Tag haben wir in Aachen um den Dom herum verbracht. Natürlich konnten wir an den original Aachener Printen nicht vorbei gehen.

 

Ach ja, der Nebel verzog sich rasch und es wurde ein herrlicher Herbsttag.

 

 

 

Mittwoch, 12. Okt. 2016

Kilometerstand 50444

 

Bereits in der Nacht fing es mit gelegentlichem Regen an. Das verstärkte sich noch in den Morgen- und Vormittagsstunden. Es hat uns jedoch nicht von unserem heutigen Vorhaben abgehalten.  

 

Mit dem Hackenporsche im Schlepptau zog es uns wieder zu Fuß gen AACHEN. Kaum angekommen wurden wir nass bis auf die Haut. Wohltemperiertes Thermalwasser machte uns richtig nass. Wir hatten die CAROLUS-Thermen erreicht.

 

Die Therme braucht keinen Vergleich mit anderen Bädern in Deutschland zu scheuen. Sicherlich ist  sie in der Rangliste der Thermalbäder auf den vorderen Plätzen zu finden. Beeindruckt waren wir vom Pflegezustand und dem gediegenen Ambiente.

 

Ausreichend gespült, beschleunigt, abgebremst, gebubbelt, aufgeheizt und abgekühlt und letztlich auch noch sauber, ja fast porentief rein, sind wir zufrieden wieder zum Stellplatz gelaufen. Den leichten Regen am Nachmittag haben wir fast nicht mehr bemerkt.

 

AACHEN punktet natürlich in erster Linie mit seinem Dom und allem was mit „Karl dem Großen“ zu tun hat. Eine sehenswerte Altstadt, die CAROLUS-THERMEN, die Printen und nicht zuletzt auch der tolle Stellplatz nötigen uns das Versprechen ab: Wir kommen gerne wieder.

 

 

 

Donnerstag, 13. Okt. 2016

Kilometerstand 50857

 

Die letzte „Amtshandlung“ für uns in AACHEN war der Besuch eines Feinkostspezialisten. Nach kurzer Suche fanden wir dann eine der örtlichen Filialen von LIDL.

 

Kurz nach 10:00 Uhr verließen wir AACHEN. Schnell war dann Belgien erreicht. Zu unserem großen Erstaunen befuhren wir qualitativ nur gut ausgebaute Autobahnen. Nicht wie schon früher einmal erlebt Schlaglochpisten, nein, alles in gutem Zustand.

 

Mit dem Erreichen des französischen Staatsgebietes glaubten wir, es habe ein Ende mit der Autobahnherrlichkeit. Hatte es auch, nur hieß es nun „Route National“. Genauso gut wie schon zuvor in Belgien ging es bis fast zu unserem heutigen Tagesziel auf hervorragenden vierspurigen Straßen bis nach CHATEAU THIERRY. Hier kamen wir gegen 16:00 Uhr an. Der tolle Stellplatz direkt an der MARNE sucht seines Gleichen. Alles vorhanden was WOMO braucht, und noch ein bisschen mehr.

 

Ein schöner Weg entlang der Marne entschädigte für die lange Sitzung hinter dem Steuer, doch zufrieden waren wir auch. Heute mal wieder keine Maut bezahlt und das auf besten Straßen. So kann es bleiben.

 

 

 

Freitag, 14. Okt. 2016

Kilometerstand 51277

 

Seit 9:30 Uhr waren wir auf der Piste. Mautfrei und zu mehr als 95% vierspurig oder auf Autobahnen. Die ganze Fahrt völlig ohne Stau und sehr zügig, was will man mehr. Dann erstmal die ersparten Mautkosten. Unser „Manöverschluck“ nach der täglichen Fahrerei finanziert sich wie von selbst. So haben wir es gern.

 

Einzig das Wetter an unserem heutigen Stellplatz in BAZAIGES lässt zu wünschen übrig. Es hat uns ein richtiger Landregen erwischt. Doch was soll’s dann eben noch ein „Manöverschluck“

 

 

 

Samstag, 15. Okt. 2016

Kilometerstand 51658

 

Nachts hörte der Regen auf. In der Ferne hörte man nur gelegentlich einen Hund bellen, sonst totale Ruhe. Wir haben die Nacht genossen.

 

Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir um 9:30 Uhr mit dem Ziel BERNOS BEAULAC. Genau wie gestern fast nur vierspurige Autobahn ohne Maut.

 

Um 15:00 Uhr standen wir auf dem idyllischen Stellplatz unseres Zielortes. BERNOS BEAULAC ist eher sehr überschaubar, deshalb führte uns unser Spaziergang auch entlang des kleinen Flüsschens CIRON. Offensichtlich ein beliebtes Revier für Kanuten, gibt es doch hier gleichzeitig eine Kanustation.

 

Die auch heute wieder ersparten Mautkosten übersteigen bei weitem unsere Fähigkeiten beim täglichen „Manöverschluck“. Hier muss eine andere Verwendungsmöglichkeit mit den Ersparnissen gefunden werden. Wir sind da zuversichtlich und werden eine Lösung finden, vielleicht ein gutes Restaurant?

 

 

 

Sonntag, 16. Okt. 2016

Kilometerstand 51829

 

Bereits um 12:15 Uhr standen wir auf dem Campingplatz in LOURDES. Hinter uns lag eine wunderschöne Fahrt auf völlig leeren Straßen. Auch hier in FRANKREICH ist am Sonntag nichts auf den Straßen los. Uns hat es gefallen.

 

Als Touristen sind wir nach LOURDES gekommen, nicht als Gläubige. Die Sache mit dem Glauben haben wir ja nicht so, doch unser Respekt gilt allen Menschen denen der Glaube etwas bedeutet. Egal welchen Glauben sie auch immer haben.

 

Beeindruckend ist die Wallfahrtsstätte in LOURDES ganz ohne Zweifel. Wir haben die vielen Pilger aus allen Nationen gesehen. Kerzenspendend hoffen kranke Gläubige auf Linderung ihrer Leiden, ganze Gruppen von rollstuhlfahrenden Gläubigen streben zur Grotte oder besuchen die Messen. Allen gemein ist die Hoffnung, auf was auch immer. Dafür unser Respekt. Dafür aber auch unsere Dankbarkeit für ein gesundes und gutes Leben in absoluter Selbstbestimmung.

 

 

 

Montag, 17. Okt. 2016

Kilometerstand 51829

 

Auf dem kirchlichen Gelände in LOURDES fällt auf, dass Verkaufsstände jeglicher Art nicht vorhanden sind. Durch das Fehlen von Getränkebuden, Imbissständen, Kaffeeläden und auch durch das Fehlen jeglicher Art von Devotionalienhändlern entsteht eine besondere Form der Ruhe. Lediglich Opferkerzen können in allen Größen erworben werden.

 

Ganz anders ist es dagegen vor dem Gelände der Kirche. Fast der gesamte Ort LOURDES wird von dutzenden Geschäften mit kirchlichem Merchandising beherrscht. Ganze Straßenzüge voller Devotionalien aller Art. Es gibt sogar Supermärkte, die ausschließlich kirchliches Merchandising, garniert mit permanenter sakraler Beschallung, anbieten. Es lässt sich nicht verleugnen, ganz LOURDES lebt von der Wallfahrtskirche, und das wohl auch nicht schlecht.

 

 

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Dienstag, 18. Okt. 2016

Kilometerstand 52099

 

Die Nacht über hingen die Wolken sehr tief über LOURDES. Es regnete leicht, jedenfalls hatten wir das Gefühl. Von den Bäumen tropfte es auf unser Womo-Dach.

 

Kurz nach 9:00Uhr ging es für uns los. Ziel des heutigen Tages sollte SARAGOSSA in Spanien werden.

 

Wir hatten eine wunderschöne Fahrt durch den „Indian-Summer“. Die Berge mit den Wäldern der PYRENÄEN leuchteten in den schönsten Farben, man konnte sich gar nicht statt daran sehen. Je höher wir in die Berge kamen, je mehr schien die Sonne, je toller leuchteten die Wälder.

 

Fast in Höhe der Baumgrenze dann die ersten Kühe auf der Straße. Wir zwängten uns durch die Herde, die neugierig zuschaute was wir da so machen. Ein bisschen weiter gesellten sich Pferde dazu.

 

Auf Passhöhe haben wir Spanien erreicht. Von nun an ging es bergab.

 

Nach einer Zwischenstation bei unserem deutschen Feinkosthändler LIDL gönnten wir unserem Wohnmobil noch schnell eine Wäsche. Straßendreck, Regen und nicht zuletzt Kuhfladen hatten ihre Spuren deutlich hinterlassen.

 

Um 15:35 Uhr standen wir aber doch wohlbehalten auf dem städtischen Campingplatz in SARAGOSSA. Angenehme 23° Celsius locken auf die Liegestühle.

 

 

 

Mittwoch, 19. Okt. 2016

Kilometerstand 52099

 

Mit dem Taxi haben wir uns auf den Weg in die Altstadt von SARAGOSSA gemacht. Das war nur unwesentlich teurer als ein Busticket für zwei Personen, doch wesentlich bequemer und schneller.

 

Die PLAZA DEL PILAR ist wohl das alles beherrschende Zentrum der Stadt. Die BASILIKA DEL PILAR zieht mit ihrer beeindruckenden Größe alle Blicke auf sich. Trotz eines streng überwachten Fotoverbotes sind uns einige gute Aufnahmen aus dem Inneren der Kirche gelungen.

 

Auf der PLAZA DEL PILAR stand eine große Blumenpyramide die zu Ehren der Jungfrau Maria, der Erscheinung auf dem Pilar (Pfeiler), am 12. Oktober errichtet wurde. Der Legende nach soll die Jungfrau auf einem Pfeiler (Pilar) in Jahr 40 n. Chr. hier erschienen sein.

 

Die Altstadt mit ihren schmalen Straßen, den netten Geschäften und auch die Markthalle haben wir ausgiebig besucht. Wiedermal beeindruckt hat uns in der Markthalle das riesen Angebot an Meeresgetier.

 

 

 

Donnerstag, 20. Okt. 2016

Kilometerstand 52490

 

In Saragossa empfing uns der Morgen mit Sonnenschein. Nach dem Frühstück und den üblichen Ver- und Entsorgungsarbeiten haben wir den Stellplatz um 9:20 Uhr verlassen. Bis zu unserem heutigen Ziel TAVERNS DE LA VALLDIGNA, in der Nähe von VALENCIA waren es rund 400 Kilometer, die uns fast ausschließlich über gute und kostenfreie Autobahnen führte. Dabei kletterten wir sehr moderat auf immerhin 1200 Meter über NN hinauf. Belohnt wurden wir mit recht unterschiedlichen Landschaftsbildern und einer kaum befahrenen Autobahn. Davon träumt der deutsche Kraftfahrer.

 

Leider verschlechterte sich das Wetter, Regen kam auf und begleitete uns bis zu unserem Stellplatz in TAVERNAS DE LA VALLDIGNA. Um 14:40 Uhr standen wir auf dem letzten freien Stellplatz dieser Anlage. Glück muss man eben auch mal haben.

 

Nur die Sache mit dem Wetter soll wohl heute nichts mehr werden. Dauerregen, aber das kennen wir Norddeutschen ja…… Es kann also nur besser werden.

 

 

 

Freitag, 21. Okt. 2016

Kilometerstand 52490

 

Manchmal werden Wünsche eben auch mal nicht erfüllt. Unser Wunsch war besseres Wetter, doch der Tag bescherte nur vollkommen bedeckten Himmel mit gelegentlichen, kräftigen Schauern. Immerhin frieren braucht man nicht, es sind 20° Celsius.

 

Nach einem kleinen Einkauf beim örtlichen Supermarkt ging es für uns natürlich auch noch an den Strand. Das Mittelmeer bei bedecktem Himmel haben wir sooft auch noch nicht erlebt. 

 

 

 

Samstag, 22. Okt. 2016

Kilometerstand 52490

 

Jetzt aber richtig, so wollen wir das Mittelmeer. Das Wetter zieht wieder alle Register. Der Strand ist nah. Gerne genießen wir die klimatischen Vorzüge an Spaniens Küste.

 

Völlig unspektakulär verlief dieser Tag. Wir tuen dass, was die Rentnerschar hier so unternimmt. Relaxen, ein wenig lesen und gut essen und Wein trinken sind die wesentlichen Tagesziele. Ach ja, da gibt es ja noch etwas……

 

 

 

Sonntag, 23. Okt. 2016

Kilometerstand 52490

 

Dass unsere kleinen täglichen Berichte durchaus einem höheren Zweck zugeführt werden macht uns stolz.

 

Vor Jahren hat unser Enkel LEANDER diese Texte bereits seinen Eltern als tägliches Lesetraining vorgelesen. Nun ist inzwischen auch das nächste Enkelkind in diesem Lesestatus angekommen. Wir freuen uns sehr, dass TOBIAS nun auch dem Beispiel von LEANDER folgen und sich im Lesen von Texten im Internet trainieren kann. Oma Anne und Opa Kalle wünschen dir dabei recht viel Erfolg.

 

So können wir stolz und glücklich sein, dass unsere Texte durchaus pädagogische Ziele verfolgen und sei es nur die Weiterbildung unserer Enkel. Wir hoffen, dass setzt sich in Zukunft so fort.

 

 

 

Montag, 24. Okt. 2016

Kilometerstand 52684

 

Zwei wichtige Ereignisse an einem Tag sind auch nicht alltäglich. Doch der Reihe nach…

 

Kurz nach 10:00 Uhr sind wir in TERNERS DE LA VALLDIGNA los gekommen. Irgendwo auf unserer Fahrt nach JAVEA haben wir einen ALDI-Laden leer gekauft. Doch was wollten wir eigentlich in JAVEA? Ganz einfach: Unsere guten Freunde HANNE & WILLI aus dem ostfriesischen Örtchen HESEL stehen dort auf dem Campingplatz und erwarteten uns bereits.

 

Welch ein Empfang, standen sie doch bereits am Eingang des Platzes um uns zu begrüßen. Bei Kuchen und Tee war es ein schönes Wiedersehen. Wir haben diese Pause nur zu gern genossen.

 

Versehen mit dem Versprechen uns auch in dieser Wintersaison noch öfter zu sehen haben wir uns auf den Weg nach SANTA POLA gemacht.

 

Gegen 16:45 Uhr standen wir vor dem Campinggelände. Sofort wurden uns mehrere Stellplätze gezeigt. Es war unsere erste Besichtigungsfahrt mit einem Golfwagen. Die Calle AMERICA Nummer 407 wird nun vielleicht für eine längere/lange Zeit unsere Anschrift sein. Einen schönen Stellplatz erhalten zu haben war für uns schon das zweite Ereignis des Tages.

 

 

 

Dienstag, 25. Okt. 2016

Kilometerstand 52684

 

Sich auf einem Stellplatz installieren heißt einfach nur sich einrichten. Dazu war der heutige Tag da. Man könnte es schneller schaffen, aber warum?

 

Wichtiger waren so Dinge wie gut essen oder trinken. Anne hat sich diesbezüglich in der Küche nützlich gemacht. Es gab Seehecht auf Gemüse und nicht zu verachten, Hanne und Willi haben uns gestern ein besonderes Bier, handwerklich hergestellt, mit gegeben. Der Auftrag lautete: Trinkt es in Ruhe, es ist sehr gut.

 

Nun, das Essen war vorzüglich und das Bier zum Essen einfach ein Genuss. So haben wir den Tag ausklingen lassen, bei immerhin noch 23° Celsius um 19:30 Uhr.

 

Man könnte schlechter leben…..

 

 

 

Mittwoch, 26. Okt. 2016

Kilometerstand 52684

 

Irgendjemand aus der Nachbarschaft des Campinggeländes hat wohl in den Morgenstunden ein kleines Feuerchen gemacht um sich

seiner Abfälle zu entledigen. Das ist in Spanien nicht ganz selten. Uns auf dem Campingplatz blieben die Aschereste übrig, die nun auf den Fahrzeugen, Zelten und Plätzen lagen. Ein Grund mehr die gründliche Wäsche der Wohnmobile zu beginnen. Auch wir reihten uns in die Riege der Sauberkeitsfanatiker ein, doch eigentlich aus einem anderen Grund. Auf unserem Wohnmobil lag noch der Straßendreck der vergangenen Anreise. Doch egal, jetzt wurde gewaschen was die Wasserleitung hergab.  

 

Am Nachmittag, das Thermometer zeigte 28° Celsius, sind wir mit den Fahrrädern ein wenig in SANTA POLA und an den langen Stränden spazieren gefahren. Ein erstes Kennenlernen mehr sollte es nicht sein, doch für einen Kaffee am Strand reichte die Zeit allemal.

 

 

 

Donnerstag, 27. Okt. 2016

Kilometerstand 52684

 

Sonne, etwas Wind eine funktionierende Markise was will der Mensch mehr.

 

Sicher, es gibt auch ganz profane Dinge zu erledigen.

 

Anne hatte heute hier in SANTA POLA erstmalig mit den Waschmaschinen zu kämpfen. Immer lebt man in dem Glauben, man kenne sich mit all der Technik aus. Doch weit gefehlt, es gibt doch noch wieder anders funktionierende Waschtechnik. Man lernt nie aus, so Annes Erkenntnis. Doch letztlich, mit ein wenig Hilfe, gab es doch noch ein respektables Waschergebnis im richtigen Temperaturbereich. Die Sache mit dem Trockner hat sie auf bewährte Art erledigt. Wäscheleine, Wind und Sonne…..

 

 

 

Freitag, 28. Okt. 2016

Kilometerstand 52684

 

Es gibt ein paar Interessen bei uns, die besonders ausgeprägt sind. Bei Anne ist es immer die örtliche Markthalle und bei uns zusammen das Stöbern bei den einschlägigen China-Händlern.

 

Zunächst wurde die Markthalle besucht um im Anschluss daran bei einem Stadtbummel noch den einen oder anderen Chinaladen zu besuchen. Nicht das wir wirklich auf der Suche nach Dingen waren, nein, einfach nur so. Es bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung, dass natürlich etwas eingekauft wurde. Diesmal wechselten zwei kurze Hosen für Kalle den Besitzer. Der Preis war unwiderstehlich.

 

Entlang des Sportboothafens fuhren wir mit unseren Rädern ganz in den westlichen Teil von SANTA POLA. Strände soweit das Auge reicht und zudem noch bestens gepflegt.

 

 

 

Samstag, 29. Okt. 2016

Kilometerstand 52684

 

Am Samstag ist in SANTA POLA der Tag des Wochenmarktes. Für uns ein Termin der unbedingt wahrgenommen werden muss.

 

Über die Wochenmärkte in Spanien und deren Angebot haben wir schon häufiger berichtet. Fast alles was der Mensch begehrt ist dort zu finden. Neben dem üblichen Angebot an Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch, Wurst- und Backwaren wird noch vom Büstenhalter bis zum Sonntagsanzug alles verkauft.

 

SANTA POLA mit seinem Wochenmarkt toppt jedoch alle uns bekannten Märkte mit seiner schier unglaublichen Größe. Die Füße haben wir uns rund gelaufen, nur um alles einmal zu sehen.

 

Nach einem langen Mittagsschlaf und später dann einem leckeren Fischessen vom heimischen Grill präsentierte uns der Himmel noch eine Abendstunde die wir sehr genossen haben. Ein wirklich runder Tag.

 

 

 

Sonntag, 30. Okt. 2016

Kilometerstand 52684

 

Eigentlich sollte es auf  eine größere Fahrradtour gehen. Doch es kam anders.

 

Annes Vorderreifen war bei der Abfahrt platt, platter ging es nicht mehr. Unser freundlicher Stellplatznachbar, offensichtlich ein kundiger Mechaniker, konnte den Schlauch wechseln. Kalle ist da nicht sehr begabt, hat aber immer einen Vorrat an Ersatzteilen dabei. Der neue Schlauch wurde schnell und fachmännisch aufgezogen und wir konnten doch noch zu einer kleinen Tour in die nähere Umgebung starten.

 

Für den Nachmittag hatten sich Gerd und Antonio aus Münster bei uns angesagt. Uns verbindet eine sehr gute Freundschaft seit unserer letzten Überwinterung in ROQUETAS DE MAR.

 

Im Schlepptau hatten Gerd und Antonio noch Freundin Rosi mit ihrem Wohnmobil. Sie haben Rosi unterwegs bereits getroffen.

Es gab viel zu erzählen bis der Hunger kam. Im nahen China-Restaurant gab es einen fröhlichen Abend bei sehr gutem Essen.

 

 

 

Montag, 31. Okt. 2016

Kilometerstand 52684

 

Mit unseren Freunden Gerd und Antonio haben wir ausgiebig die verschiedenen Strände von SANTA POLA erkundet. Mit den Fahrrädern eine vergnügliche Tour, immer auch garniert mit dem einen oder auch anderen Aufenthalt in einer der vielen Gaststätten am Wege. Ein toller Tag mit immer neuen Eindrücken sowohl landschaftlich als auch persönlich. Wir haben das Zusammensein mit unseren Freunden sehr genossen.  Alles rundete sich ab bei einem Glas Sekt in der Dämmerung bei unserem Wohnmobil.

 

Der heutige Tag ist der Tag der Geister. Halloween wird in den Abendstunden zelebriert. Ein schöner alter irischer Brauch, der über Amerika auch Europa wieder erreicht hat.

 

Für uns ist es aber auch ein für die deutsche Geschichte bedeutender Tag. Vor fast fünfhundert Jahren hat ein gewisser LUTHER mit seinen Thesen die deutsche und europäische Geschichte wesentlich verändert. Auch als Atheisten sollten wir der Auswirkung von Luthers tun einmal gedenken. Wie hätte sich Deutschland und Europa wohl ohne Luther entwickelt. Man könnte einmal darüber nachdenken….

 

 

Wenn du weiter neugierig bist, siehe unter

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