Oberkirch… 

und noch viel mehr…

Erster Treff-Süd der Reisemobil Union e.V. (RU)…

 März 2026

 

 

 

Text & Fotos: Kalle Meyer

Fotos: Anne Büürma

 

 

LEICA (professional)           AKASO (Aktion)      INSTA (special effect)     LUMIX (Edition) 

 

 

 

 

 

Prolog

 

Die Reisemobil-Union e.V. (RU) ruft – und wir sagen ganz klar: Wir sind dabei!

 

Der Winter im Norden war diesmal wirklich kein Vergnügen – lang, kalt und aus gesundheitlichen Gründen leider mehr Wohnzimmer als Wohnmobil. Umso schöner war da die Einladung zum 1. Treff Süd in Oberkirch/D. Saisonstart 2026 und nach Jahren endlich mal wieder Baden-Württemberg – das klingt doch nach einem perfekten Auftakt.

 

In den letzten Tagen haben wir unser Wohnmobil aus dem Winterschlaf geholt. Technik-Check? Bestanden. Ein paar Dinge wurden turnusmäßig erneuert, Überflüssiges flog raus – jetzt fühlt sich alles wieder frisch und startklar an.

Und nun?


Freuen wir uns einfach. Auf die Saison 2026, auf nette Begegnungen – und natürlich auf den 1. Treff Süd der RU.

 

 

 

 

Dienstag, 17. März 2026

Kilometerstand 127 487

GRÜNBERG/D

 

Gegen Mittag ging es endlich los. Über die Autobahn kamen wir relativ zügig voran, immer mit Kurs auf das hessische Grünberg/D. Einer Vollsperrung konnten wir gerade noch rechtzeitig entkommen; ein schwerer Unfall hatte dort den Verkehr lahmgelegt. Dank einer geschickten Umleitung haben wir von dem Chaos zum Glück kaum etwas mitbekommen.

 

Am Nachmittag erreichten wir schließlich unser Ziel, den Wohnmobilstellplatz in Grünberg. Für heute lassen wir den Tag gemütlich ausklingen – die Erkundung der Altstadt steht für morgen auf dem Plan.

 

 

 

 

Mittwoch, 18. März 2026

Kilometerstand 127 487

GRÜNBERG/D

 

„Man kann es kaum anders sagen: Kaiserwetter! Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns heute zu Fuß auf den Weg nach Grünberg. Die Strecke ist mit etwa zwei Kilometern angenehm überschaubar. Belohnt wird man mit einer wunderschönen, mittelalterlich anmutenden Kleinstadt.

 

Kleine Geschäfte und ein gemütliches Treiben prägen das Bild. Wir genossen es, durch die engen Gassen zu schlendern und das eine oder andere Fachwerkhaus genauer unter die Lupe zu nehmen. Der gesamte Ort wirkt sehr gepflegt; man merkt, dass die Bewohner viel Wert auf ihre Häuser legen.

 

Zurück zu unserem Stellplatz ging es durch das Brunnental. Schattige Wege führen dort an Teichen, einer Kneippanlage und einer Kugelbahn für Kinder vorbei – hier ist wirklich für jeden etwas dabei.“

 

 

 

 

Donnerstag, 19. März 2026

Kilometerstand 127 774

OBERKIRCH/D

 

Nach einer ausgiebigen Dusche in den Räumen des Stellplatzes und einem anschließenden Frühstück sind wir recht pünktlich aufgebrochen. Ein kurzer Stopp an einer der örtlichen Tankstellen – wobei man derzeit fast von Raubrittern sprechen könnte – und schon ging es ohne nennenswerte Verzögerungen in Richtung Oberkirch/D.

 

Dort wurden wir von den Veranstaltern des 1. RU-Treffens Süd herzlich empfangen. Schnell hatten wir unseren Stellplatz bezogen und machten uns, noch bevor die anderen Teilnehmer eintrafen, direkt auf den Weg zu einer ersten Erkundung des Ortes.

 

Unser erstes Fazit: Wie schön ist das denn! In den kommenden Tagen werden wir sicherlich noch viele weitere Eindrücke dieses reizvollen Ortes sammeln.

 

 

 

 

Freitag, 20. März 2026

Kilometerstand 127 774

OBERKIRCH/D

 

Unsere erste Nacht in Oberkirch/D war herrlich ruhig und völlig ungestört.

 

Den gestrigen Abend ließen wir gemeinsam mit Freunden aus der RU bei einem Italiener im Ort ausklingen. Wie so oft haben wir wohl etwas zu viel gegessen, aber bei der Qualität war das auch kein Wunder!

 

Das traumhafte Wetter lockte uns heute zu einem Spaziergang. Der Weg führte uns entlang der Rench, die fast unmittelbar am Stellplatz vorbeifließt, und weiter am Mühlbach zurück ins Zentrum. Da wir nicht die Einzigen mit dieser Idee waren, gab es unterwegs ein nettes „Stelldichein“ mit vielen anderen Bekannten vom Treffen.

 

 

 

 

Samstag, 21. März 2026

Kilometerstand 127 774

OBERKIRCH/D

 

Nachtrag zum gestrigen Tag:

 

Die offizielle Begrüßung und die Eröffnung des 1. RU-Treff Süd in Oberkirch begannen ganz entspannt bei einem Sektempfang, bei dem uns der Vizepräsident der RU, John Bexkens, herzlich willkommen hieß. Besonders schön war im Anschluss die große Gesprächsrunde bei Sonnenuntergang – eine richtig angenehme Atmosphäre mit vielen guten Gesprächen.

 

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen einer spannenden Stadtführung, die wirklich in bester Erinnerung bleibt. Unser Stadtführer verstand es hervorragend, uns die Geschichte von OBERKIRCH/D mit vielen kleinen, lebendigen Geschichten näherzubringen. So wurden die alten Fachwerkhäuser plötzlich „lebendig“, und man konnte sich gut vorstellen, welche Bedeutung sie früher einmal hatten.

 

 

 

 

Sonntag, 22. März 2026

Kilometerstand 127 877

BRUCHSAL/D

 

Wie es traditionell in der RU üblich ist, wurde auch dieses Treffen am Sonntag um 10:00 Uhr beendet. Michael als Repräsentant des Veranstaltungsteams und John als Vizepräsident der RU verabschiedeten die Teilnehmer mit guten Wünschen für eine „knitterfreie“ Rückfahrt – ganz gleich, wohin die Reise führen sollte.

 

Für uns begann nun der Teil unseres Titels „…und noch viel mehr…“. Zunächst wählten wir die Stadt Bruchsal als nächstes Ziel. Ein sehr komfortabler Stellplatz machte uns die Entscheidung leicht.

 

Das Barockschloss Bruchsal ist gut zu Fuß erreichbar, und neben dem Schloss zog auch das Deutsche Musikautomaten-Museum unsere Aufmerksamkeit auf sich. Schon aus der Ferne beeindruckt das Schloss, und je näher man kommt, desto faszinierender wirkt es. Die Innenräume schließlich sind überwältigend – ein Leben in solchem Prunk, mit reichlich Gold und kunstvollen Verzierungen, ließ es sich früher wahrlich gut aushalten.

 

Im Deutschen Musikautomaten-Museum kamen wir aus dem Staunen kaum heraus. Rein mechanisch erzeugte Musik begeistert den Chronisten schon seit vielen Jahren. Es ist die Musik der „kleinen Leute“, die früher auf diese Weise ebenfalls in den Genuss von Musik kommen konnten. Wer erinnert sich nicht an den Drehorgelmann, der für ein paar Groschen aufspielte? Insgesamt war der Besuch äußerst interessant.

 

 

 

 

Montag, 23. März 2026

Kilometerstand 127 877

BRUCHSAL/D

 

Der Glanz des Schlosses Bruchsal wird vom Ort selbst leider nicht ganz erreicht. Es handelt sich um eine eher kleine Stadt, in der es an weiteren Sehenswürdigkeiten etwas mangelt.

 

Immerhin konnten wir unsere Einkäufe in den örtlichen Geschäften erledigen – unsere Vorräte im Wohnmobil hatten inzwischen doch deutliche Lücken gezeigt.

 

 

 

 

Dienstag, 24. März 2026

Kilometerstand 128 098

DILLENBURG/D

 

Auf dem Rückweg in unsere heimatliche Region legten wir noch einmal einen Stopp in DILLENBURG/D ein. Die Fahrt hierher verlief erstaunlich angenehm und zügig, sodass wir bereits gegen 13:30 Uhr den kleinen Stellplatz des Ortes erreichten. Zwar ist er nicht besonders idyllisch, aber zweckmäßig ausgestattet und nur etwa 400 Meter von der Altstadt entfernt.

 

Die Altstadt überzeugt mit zahlreichen Fachwerkhäusern und einer gut ausgebauten Fußgängerzone. Allerdings fällt auch hier der zunehmende Leerstand vieler Geschäfte ins Auge – ein Problem, das inzwischen viele Städte betrifft. Wo erst eine Lücke entsteht, breitet sie sich oft schnell weiter aus. Das ist zwar bedauerlich, sollte jedoch niemanden davon abhalten, sich Orte wie DILLENBURG/D anzuschauen. Ein Besuch lohnt sich trotz allem.

 

 

 

 

Mittwoch, 25. März 2026

Kilometerstand 128 343

HOLLAGE/D

 

Der letzte Abschnitt unserer kleinen Reise bot uns auf der Heimfahrt noch die Gelegenheit, zahlreiche Brückenbaustellen zu besichtigen – insbesondere entlang der A 45. Aber auch auf der A 1 mangelte es nicht an Baustellen.

 

An nahezu jeder dieser Stellen kam es zu Verzögerungen, sodass man das Geschehen in Ruhe beobachten konnte. Mitunter entstand sogar der Eindruck, es handle sich um Feiertage, so spärlich war das eingesetzte Personal.

 

Nichtsdestotrotz sind wir am Nachmittag wohlbehalten wieder zu Hause angekommen.

 

 

 

 

Fazit

 

Zum Gelingen eines neuen RU-Treffens Süd ist die breite Akzeptanz vieler RU-Mitglieder entscheidend – ein Umstand, der sich eindrucksvoll in der hohen Teilnehmerzahl widerspiegelte. Nach einem langen Winter nutzten zahlreiche alte und neue Mitglieder nur zu gern die Gelegenheit, hier zusammenzukommen.

 

Die Organisatoren trafen mit der Wahl des Veranstaltungsortes ins Schwarze: Oberkirch hieß die RU und alle Teilnehmer herzlich willkommen.

 

Michael Schilke und sein Team boten ein Programm, das angenehm ausgewogen war – nicht überladen, sondern mit ausreichend Freiraum für individuelle Aktivitäten und vor allem für viele anregende Gespräche. Wer dieses Treffen nicht miterlebt hat, hat definitiv etwas verpasst.

 

 

 

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Karlgeorg Meyer